Ich betrachte Kinder als Akteur*innen ihrer eigenen Entwicklung. Diese Entwicklung begleite ich auf Augenhöhe und lasse viel Raum für eigene Erfahrungen. Ein besonderes Augenmerk richte ich auf die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und die Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention.
Partizipation
Die Partizipation der Kinder ist mir sehr wichtig. Entscheidungen, die die Kinder unmittelbar selbst betreffen, werden von mir und den Kindern gemeinsam getroffen. Auf Wünsche und Bedürfnisse der Kinder gehe ich ein, sofern sie mit den Bedürfnissen der anderen Kinder vereinbar sind. Ich begleite die Kinder in Gefühlen wie Wut, Trauer und Enttäuschung. Besonders wichtig ist mir die Wahrung der Grenzen aller Kinder, weshalb ich Verhaltensweisen wie hauen, beißen oder Dinge werfen liebevoll aber konsequent unterbinde. Im Falle von Streit unter den Kindern begleite ich die Kinder wertschätzend und auf Augenhöhe durch ihren Konflikt. Ich zeige Verständnis, nehme beide Seiten ernst, suche nach einer gemeinsamen Lösung und unterstütze die Kinder bei der Kommunikation.
Bedürfnisorientierung
Um dem kindlichen Bedürfnis nach Bindung so gut wie möglich gerecht zu werden, arbeite ich mit dem partizipatorischen Eingewöhnungsmodell. Auch der Mittagsschlaf, die Mahlzeiten und die Pflegesituationen begleite ich bedürfnisorientiert. Erschöpfte Kinder finden außerhalb der regulären Schlafenszeit die Möglichkeit zu schlafen. Kinder, die keinen Mittagsschlaf mehr machen möchten, dürfen wach bleiben. Kein Kind wird zum Essen gezwungen. Ich ermutige die Kinder alle Mahlzeiten zu probieren – übe aber keinen Druck aus. Die Pflegesituationen sind besonders sensible Momente, daher orientiere ich mich an Emmi Piklers Ansatz der „beziehungsvollen Pflege“, begleite meine Handlungen sprachlich, bleibe im intensiven Kontakt und beziehe das Kind so weit wie möglich ein.
Freispiel
Die Kinder erwartet bei mir ein vielfältiges Bewegungs- und Freispielangebot. Wir haben viel Zeit für das Freispiel in der Sandkiste, in der Matschküche und für das Spiel mit diversen Kinderfahrzeugen und anderen Bewegungsgeräten. Auch im Haus stehen uns Bewegungsmöglichkeiten mit verschiedenen Pikler-Spielgeräten, Tunneln und ähnlichem zur Verfügung. Außerdem haben die Kinder im Gruppenraum ein breites Angebot verschiedener Spielmaterialien wie Bauklötze, Holzeisenbahn, Puppen und Kuscheltiere, Duplo und vieles mehr. Das Angebot an Spielmaterialien ist dabei vielseitig und dennoch überschaubar. Zusätzlich stehen den Kindern Buntstifte, Wachsmalblöckchen und Malpapier zur Verfügung. Außerdem malen wir regelmäßig mit Fingerfarben, wir kneten und wir filzen gemeinsam.
Sprachförderung
Die kindliche Sprachentwicklung fördere ich durch Lieder, Fingerspiele, Sprüche und Reime und durch ein vielseitiges Angebot an Kinderbüchern. Außerdem achte ich auf eine intensive Sprachförderung in alltäglichen Situationen, indem ich bspw. Pflegesituationen sprachlich begleite. Auch unsere naturpädagogische Projektarbeit ermöglicht uns eine intensive Kommunikation.
Förderung der motorischen Entwicklung
Die grobmorotische Entwicklung der Kinder fördere ich durch unsere langen Draußen-Zeiten und unsere naturpädagogischen Projekte, die viele Bewegungsanreize bieten und sowohl die Grob- als auch die Feinmotorik ansprechen. Auch im Gruppenraum haben die Kinder durch bewegungsanregende Spielgeräte die Möglichkeit sich zu bewegen. Die Feinmotorik fördere ich zusätzlich durch Fingerspiele, das gemeinsame Backen,
das Malen, handwerkliche Projekte und vor allem auch das Säen und Ernten von Gemüse.
Naturpädagogik
Sowohl die naturwissenschaftliche Bildung als auch die Sinnesentwicklung der Kinder wird durch die viele Zeit, die wir draußen verbringen, gefördert. Das Körper- und Bewegungsempfinden wird durch die vielfältigen Tätigkeiten bei unseren naturpädagogischen Projekten entwickelt bei denen auch der Grundstein für ein naturwissenschaftliches Verständnis gelegt wird. Dabei spielen vor allem mathematische und ökologische Fragen eine große Rolle. Die Natur wird gemeinsam wahrgenommen und bestaunt, es wird gesammelt, sortiert und gezählt. Ökologische Zusammenhänge dürfen die Kinder in unseren naturpädagogischen Projekten quasi ganz nebenbei entdecken.
Unsere Spielmaterialien sind so gestaltet, dass sie möglichst vielseitige Sinneserfahrungen ermöglichen. Sie sind aus verschiedenen Materialien hergestellt, haben unterschiedliche Formen, Farben und Klänge. Außerdem werden die Sinne angesprochen beim Malen mit Fingerfarben, beim kneten und filzen und beim gemeinsamen Singen.
